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+++ Termin für die Fortbildung in Warendorf 2012: 19. – 21.10.2012

Willkommen

“Der beste Tierschutz ist der gut sitzende Reiter”

In diesem Sinne finden vor allem interessierte Reiter ihren Bewegungstrainer (EM) in ihrer Nähe sowie Portraits und Werdegang der einzelnen Trainer.

Zum Konzept

Die Zusatzqualifikation für Berufsausbilder „Bewegungstrainer EM“ ist geschaffen worden, um die Reitausbilder zu unterstützen, ihren Unterricht effektiver zu gestalten. Sie ist in Absprache zwischen der Deutschen Reitschule und dem Berufsreiterverband ins Leben gerufen worden. Ein Grund war die Professionalisierung der Berufsausbilder, die zwar umfassend in der Thematik Pferd ausgebildet werden, den Reiter bisher aufgrund der Ausbildungsrichtlinien nicht auf dem Hintergrund der Bewegungs-/Trainingslehre und Sportpädagogik genügend im Blick hatten. In den neuen Ausbildungsstrukturen sind diese Begriffe aufgenommen, sodass die zukünftigen Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister auch diesbezüglich geschult und geprüft werden.

Die Reitlehre ist eine Ausbildungslehre für das Pferd, um es sachgerecht auszubilden, damit es so lange wie möglich gesund bleibt (Tierschutz), es selbst (und auch der Reiter) an gemeinsamen Bewegungen Freude hat und es sich leistungsfähig unter unterschiedlichen Zielsetzungen entwickelt (Leistungssport, Freizeitsport, Hippotherapie, etc.). Innerhalb dieser Reitlehre werden vom Reiter Leistungen erwartet, um das Pferd korrekt auszubilden. Dabei wird die Hilfengebung und Einwirkung idealtypisch beschrieben, ohne zu bedenken, dass jedes Pferd und jeder Reiter individuell sind und beide ihre Bewegungsprobleme haben. Für das Pferd hat der Ausbilder entsprechende Zwecklektionen erhalten, um auf dem Hintergrund der Skala der Ausbildung dem Pferd gerecht werden zu können.

Es ist jedoch nicht bedacht worden, dass der Reiter ebenso Bewegungsprobleme hat, diese in der Reitlehre beschriebene Idealtypik der Hilfen auf das Pferd übertragen zu können. Eckart Meyners hat über Jahre ein System entwickelt, das auf dem Hintergrund eines bestimmten Menschenbildes dem Reiter helfen kann, sich relativ schnell seiner Bewegungsprobleme bewusst zu werden und mit Hilfe von elementaren Bewegungen diese Schwierigkeiten auszumerzen. Eckart Meyners´ Menschenbild geht von einem selbständigen Reiter aus, der handlungsfähig wird, sachgerechte Entscheidungen für sich und das Pferd treffen zu können. Diese Entscheidungsfähigkeit in der Materie Reiten hat der Ausbilder mittelfristig in Zusammenarbeit mit dem Reiter zu entwickeln. Er muss ihm transparent machen, was sich hinter den einzelnen Reitlehreaspekten verbirgt.

Ebenso hat es der Ausbilder auch für die äußeren und inneren Bewegungsabläufe des Reiters vorzunehmen, was er aufgrund seiner bisherigen Berufsausbildung nicht gelernt hat. Aus diesen Gründen ist das Bewegungskonzept von Eckart Meyners als eine integrative Methode anzusehen, den Reiter so gemäß seinem System mit Hilfe elementarer Bewegungsaufgaben (Übungen) zu verändern, dass er die originären Bewegungsabläufe spüren kann, um ausgehend von diesen Wahrnehmungen aufs Pferd sachgerecht einwirken zu können. Nur auf diesem Wege kann ein Dialog zwischen Reiter und Pferd entstehen.

Die Bewegungstrainer sollen das Bewegungslernen unterstützen. Treffen sie auf eventuelle gravierende körperliche Probleme bei Reitern, sind die Reiter darauf aufmerksam zu machen, dass sie Fachleute wie Orthopäden, Physiotherapeuten, etc. aufsuchen müssen.

Das Konzept von Eckart Meyners dokumentiert sich in folgenden seiner Bücher:

E. Meyners, Das Bewegungsfühl des Reiters. Stuttgart 2003
E. Meyners, Bewegungsgefühl und Reitersitz. Stuttgart 2005
E. Meyners, Aufwärmprogramm für Reiter. Stuttgart 2008
E. Meyners, Übungsprogramm auf dem Pferd. Stuttgart 2009
E. Meyners/H. Müller/K. Niemann, Reiten als Dialog. Die Verknüpfung von Reit- und Bewegungslehre. Stuttgart 2011

In dieser Literatur wird deutlich, dass Meyners versucht, wissenschaftliche Hintergründe aus unterschiedlichen Theorien in einfach verständlicher Form so darzustellen, dass der Bewegungstrainer seine Schlüsse für Bewegungsprobleme des Reiters ziehen kann und auch der Reiter erfährt, welche Gründe sich hinter seinen Reitproblemen verbergen können (Bewegungslehre, Trainingslehre, Anatomie/Physiologie, Reedukationstheorien, angewandte und behaviorale Kinesiologie, psychologische, sportpädagogische und psychomotorische Grundlagen). Je nach Problemsituation müssen andere Hintergründe einbezogen werden. Verbindungsglied ist das spezifische Menschenbild, das den Reiter als handlungsfähigen Menschen sieht (siehe Eckart Meyners, Sitzen lernen und lehren. Harmonie zwischen Mensch und Pferd. Hennef 2010, S. 166 – 191)

Zur Entwicklung

Im Jahr 2008 hat Eckart Meyners eine Gruppe Pferdewirtschaftsmeister in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Reitschule in Warendorf in seine Bewegungslehre eingewiesen, geprüft, sie seitdem in Folgeseminaren ständig fortgebildet. Insgesamt 50 Bewegungstrainer in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich dürfen sich „Bewegungstrainer (EM)“ nennen und die Lehre an interessierte Reiter weitergeben.

Lehrgangsteilnehmer

Die Teilnehmer des ersten Lehrgangs zum Bewegungstrainer EM in Warendorf

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