+++ Termin für die nächste Fortbildung:

12./13. Nov. in Warendorf

ACHTUNG: 19. MAI 2016

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Willkommen

“Der beste Tierschutz ist der gut sitzende Reiter”

In diesem Sinne finden vor allem interessierte Reiter ihren Bewegungstrainer (EM) in ihrer Nähe sowie Portraits und Werdegang der einzelnen Trainer.

Zum Konzept

Die Zusatzqualifikation für Berufsausbilder „Bewegungstrainer EM“ ist geschaffen worden, um die Reitausbilder zu unterstützen, ihren Unterricht effektiver zu gestalten. Sie ist in Absprache zwischen der Deutschen Reitschule und dem Berufsreiterverband ins Leben gerufen worden. Ein Grund war die Professionalisierung der Berufsausbilder, die zwar umfassend in der Thematik Pferd ausgebildet werden, den Reiter bisher aufgrund der Ausbildungsrichtlinien nicht auf dem Hintergrund der Bewegungs-/Trainingslehre und Sportpädagogik genügend im Blick hatten. In den neuen Ausbildungsstrukturen sind diese Begriffe aufgenommen, sodass die zukünftigen Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister auch diesbezüglich geschult und geprüft werden.

Die Reitlehre ist eine Ausbildungslehre für das Pferd, um es sachgerecht auszubilden, damit es so lange wie möglich gesund bleibt (Tierschutz), es selbst (und auch der Reiter) an gemeinsamen Bewegungen Freude hat und es sich leistungsfähig unter unterschiedlichen Zielsetzungen entwickelt (Leistungssport, Freizeitsport, Hippotherapie, etc.). Innerhalb dieser Reitlehre werden vom Reiter Leistungen erwartet, um das Pferd korrekt auszubilden. Dabei wird die Hilfengebung und Einwirkung idealtypisch beschrieben, ohne zu bedenken, dass jedes Pferd und jeder Reiter individuell sind und beide ihre Bewegungsprobleme haben. Für das Pferd hat der Ausbilder entsprechende Zwecklektionen erhalten, um auf dem Hintergrund der Skala der Ausbildung dem Pferd gerecht werden zu können.

Es ist jedoch nicht bedacht worden, dass der Reiter ebenso Bewegungsprobleme hat. Er kann teilweise nicht die in der Reitlehre beschriebene Idealtypik der Hilfen auf das Pferd übertragen. Eckart Meyners hat über Jahre ein System entwickelt, das auf dem Hintergrund eines bestimmten Menschenbildes dem Reiter helfen kann, sich relativ schnell seiner Bewegungsprobleme bewusst zu werden und mit Hilfe von elementaren Bewegungen diese Schwierigkeiten auszumerzen. Eckart Meyners´ Menschenbild geht von einem selbständigen Reiter aus, der handlungsfähig wird, sachgerechte Entscheidungen für sich und das Pferd treffen zu können. Diese Entscheidungsfähigkeit in der Materie Reiten hat der Ausbilder mittelfristig in Zusammenarbeit mit dem Reiter zu entwickeln. Er muss ihm transparent machen, was sich hinter den einzelnen Reitlehreaspekten verbirgt.

Der Ausbilder muss sich in seinem methodischen Vorgehen an den äußeren und inneren Bewegungsabläufen des Reiters orientieren, was er aufgrund seiner bisherigen Berufsausbildung nicht gelernt hat. Das äußere Bild des Reitausbilders muss im Vermittlungsprozess mit dem inneren Bild des Reiters (seinem Bewegungsgefühl) in Einklang gebracht werden.

Aus diesen Gründen ist das Bewegungskonzept von Eckart Meyners als eine ganzheitliche und integrative Methode anzusehen, damit der Reiter seine originären Bewegungsabläufe und die des Pferdes auf unterschiedlichen methodischen Wegen lernen kann, weil jeder Reiter ein anderer Lern- und Bewegungstyp ist. Aufgrund des Spürens seiner eigenen Bewegungen und die des Pferdes kann der Reiter danach sensibel auf das Pferd einwirken. Nur auf diesem Wege kann ein Dialog zwischen Reiter und Pferd entstehen.

Die Bewegungstrainer sollen das Bewegungslernen des Reiters von unterschiedlichen Positionen der Bewegungslehre unterstützen.

Erkennen Bewegungstrainer gravierende körperliche Probleme bei Reitern, sind die Reiter darauf aufmerksam zu machen, dass sie Fachleute wie Orthopäden, Physiotherapeuten, etc. aufsuchen müssen. Sie selbst sind ausschließlich Unterstützer von Bewegungsabläufen des Reiters.

Das Konzept von Eckart Meyners dokumentiert sich u.a. in folgenden seiner Bücher:

E. Meyners, Das Bewegungsfühl des Reiters. Stuttgart 2003
E. Meyners, Bewegungsgefühl und Reitersitz. Stuttgart 2012, 2. aktualisierte Aufl.
E. Meyners, Aufwärmprogramm für Reiter. Stuttgart 2008
E. Meyners, Übungsprogramm im Sattel. Stuttgart 2009
E. Meyners, Sitzen lernen und lehren. Harmonie zwischen Mensch und Pferd. Hennef 2014, 2. Aufl.
E. Meyners/H. Müller/K. Niemann, Reiten als Dialog. Die Verknüpfung von Reit- und Bewegungslehre. Stuttgart 2011
E. Meyners/H. Müller/K. Niemann, Das Praxisbuch – Reiten als Dialog. Stuttgart 2014
E. Meyners, Aufwärm- und Übungsprogramm für Reiter. Stuttgart 2015

In dieser Literatur wird deutlich, dass Meyners versucht, wissenschaftliche Hintergründe aus unterschiedlichen Theorien in einfach verständlicher Form so darzustellen, damit der Bewegungstrainer seine Schlüsse für Bewegungsprobleme des Reiters ziehen kann. Der Reitlehrer gewinnt Erkenntnisse, um den Reiter erfahren zu lassen und ihm zu begründen, welche Ursachen sich hinter seinen Reitproblemen verbergen können und wie er sie lösen kann. Je nach Problemsituation des Reiters müssen unterschiedliche Konzepte einbezogen werden. Das spezifische Menschenbild ist der Reiter als handlungsfähiges Wesen. Der Reiter soll befähigt werden, für sich und das Pferd selbständig, auch ohne den Ausbilder Entscheidungen treffen zu können.

Zur Entwicklung
Im Jahr 2008 hat Eckart Meyners eine Gruppe Pferdewirtschaftsmeister in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Reitschule in Warendorf in „seine Bewegungslehre“ eingewiesen, geprüft, sie seitdem in Folgeseminaren ständig fortgebildet. Insgesamt 80 Bewegungstrainer in Deutschland, der Schweiz und Österreich dürfen sich „Bewegungstrainer (EM)“ nennen und die Lehre an interessierte Reiter weitergeben.

Lehrgangsteilnehmer

Die Teilnehmer des ersten Lehrgangs zum Bewegungstrainer EM in Warendorf

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